Was ist ein klimafreundlicher Populismus?

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Der Lidl-Markt an der Koburger Straße soll erweitert werden. Dafür wurde kürzlich im Stadtrat der Aufstellungsbeschluss für einen Bebauungsplan gefasst. In der Diskussion gab es durch unsere und die Grünen-Fraktion die Anregung den Investor zu beauftragen, ein „klimafreundliches Energiekonzept“ zu erstellen. Seitens der CDU/FDP-Fraktion wurde sofort der Begriff „Klimafreundlichkeit“ als zu unbestimmt und populistisch deklariert. Als Kompromiss gab es lediglich den Beschluss zu einem „Energiekonzept“. Umso erstaunlicher ist nun, dass dieselbe CDU/FDP-Fraktion in der letzten Ausgabe hier an dieser Stelle doch tatsächlich selbst beide Begriffe in einem Satz verwendete und sich zu „klimafreundlichen Maßnahmen“ bekannte. Ein eklatanter Widerspruch zu ihren Aussagen im Stadtrat - und das nicht zum ersten Mal! Unlängst wurde im Stadtrat gegen den SPD-Antrag zur Erstellung eines Radverkehrskonzeptes gestimmt, um nur kurze Zeit später im Ausschuss genau ein solches zu einzufordern. Glaubwürdigkeit sieht anders aus. Oder ist es etwa nur ein Umdenken? Das wäre natürlich zu begrüßen, da es der Sache dienlich ist. Wir sind gespannt. Vielleicht können wir uns so zukünftig die unnötige Diskussion um Begrifflichkeiten sparen. Klimafreundlich sollte eine Selbstverständlichkeit sein und keinesfalls als Populismus abgetan oder gar zur eigenen Profilierung unterschiedlich ausgelegt werden. Als SPD-Fraktion positionieren wir uns jedenfalls klar für ein klimafreundliches Markkleeberg und handeln entsprechend im Stadtrat. Ihre SPD Markkleeberg

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