Das Fluglärm-Eigentor der CDU

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OBM-Kandidat Karsten Tornow hat mit dem Fluglärm ein vermeintlich neues Thema für sich entdeckt. Für eine Petition sollen gar Unterschriften gesammelt werden. Diese wird der Markkleeberger Oberbürgermeister Karsten Schütze bestimmt gern CDU-Landrat Henry Graichen überreichen. Bei kreisangehörigen Kommunen ist das Thema Lärmschutz im Landratsamt angesiedelt. Der Landkreis Leipzig vertritt die Interessen Markkleebergs in der Fluglärmkommission. Bereits vor zwei Monaten hatte Markkleebergs OBM Schütze Kontakt zum Landrat in dieser Angelegenheit aufgenommen. Leider war dem Landrat gar nicht bewusst, dass der Landkreis einen Sitz in der Fluglärmkommission hat. Insofern war zunächst Aufklärungsarbeit notwendig, um dann in Erfahrung zu bringen, dass der Landkreis in der Fluglärmkommission gegen den neuen Anflugkorridor für Frachtflugzeuge gestimmt hat. Somit bewerten wir es als positiv, dass der Landkreis die Interessen Markkleebergs vertreten hat, stellen aber fest, dass er sich jedoch nicht gegen die Mehrheitsmeinung in der Kommission durchsetzen konnte. Bedauerlich finden wir auch, dass die Stadt Markkleeberg über eine solch wichtige Entscheidung nicht informiert worden ist. Dass der CDU-Kandidat nun ausgerechnet den Markkleeberger OBM in der Verantwortung sieht, zeigt seine mangelnde kommunalpolitische Kenntnis über gesetzliche Zuständigkeiten und zudem eine gewisse Ignoranz der Antwort des Rathauses auf eine Anfrage der CDU/FDP-Fraktion. Populismus in Reinkultur führt manchmal auch zu Eigentoren.

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